Mit Blick aufs 2014

Mit dem Weltcup in Baden vor vier Wochen beendete ich die Saison 2013 auf dem internationalen Parkett sehr erfolgreich. Die Freude war zum Abschluss sehr gross, da ich am Sprint vom Sonntag nicht nur ein tolles Rennen lief, sondern im Gesamtweltcup auch noch auf den 5. Rang vorlaufen konnte. Nach einem nicht befriedigenden 11.Rang in der Mitteldistanz am Samstag war der 2. Rang im Sprint ein schöner Lohn.

 

Vor dem abschliessenden Mitteldistanzrennen war ich guter Dinge. Das Training auf der Modeleventkarte wenige Tage vor dem Rennen verlief nach Wunsch und ich wusste, dass ich physisch besser „zwäg“ war als durch die ganze Saison. Ich startete für meine Verhältnisse eher zurückhaltend und hatte zum ersten Posten, sowie weite Teile bis zum zweiten Posten volle Kontrolle. Ich lief aber in der Wegkreuzung vor dem Posten zu wenig konsequent mit dem Kompass ins Gelände und kam so auf den Weg hinter dem Posten. Dies wäre eigentlich noch nicht so schlimm gewesen und hätte mich nur wenige Sekunden gekostet. Da ich aber kurzzeitig ohne Konzentration agierte und auf dem Weg ca. 200m in die falsche Richtung lief, wurde der Fehler zu gross. Nach diesem Fehler konnte ich mich zwar wieder konzentrieren, lief das ganze Rennen aber mit einem passiven und unsicheren Gefühl. Auf den physischen Teilstrecken hatte ich Bestzeiten, im Gelände traute ich mir aber nichts mehr zu. Die Balance zwischen Technik und Tempo stimmte an diesem Tag einfach nicht und es unterliefen mir noch zwei weitere Fehler. Positiv stimmte mich aber mein Speed und darum freute ich mich im Ziel vor allem auf den anstehenden Sprint.

 

 

Mit viel Nervosität und grosser Vorfreude stand ich am Start meines fünften Postfinance Sprints. Die Stimmung ist jedes Jahr noch besser und ich konnte dieses Jahr diese Energie am Start speziell gut in mich aufsaugen. Abgesehen von einer schlechten Route zum ersten Posten (ich verlor 11 Sekunden) gelang mir ein nahezu perfektes Rennen. Es war toll als Führende ins Ziel zu laufen und zu wissen, dass dieser Lauf weit nach vorne reichen kann. Irgendwie waren meine positiven Gefühle besonders stark...vielleicht auch darum, weil ich an der WM enttäuscht und verzweifelt aus dem Zielgebiet rannte. Und vielleicht auch darum, weil ich mich zusammen mit Simone Niggli und dem Schweizer Team über tolle Resultate, meine tolle Saison und ihre tolle Karriere freuen durfte.

 

Merci Sime für deine Motivation und Unterstützung als Sporthilfepatin in meiner Juniorenzeit, Merci Sime für die gemeinsame Zeit im Nationalkader und all die tollen Trainings und vielen (knappen) Zweikämpfe (vor allem Ende 2013).

Vor zwei Wochen beendete ich dann die nationale Saison mit dem Final der Swiss Orienteering League im Scheidwald bei Schwarzenburg. Erfreulicherweise gelang mir noch einmal ein gutes Rennen im Wald Bei diesem Massenstartrennen lief ich wenige Sekunden nach Simone Niggli über die Ziellinie. Damit sicherte ich mir den zweiten Gesamtrang in der Swiss Orienteering League. Auf die Saisonpause hatte ich mich schon einige Wochen gefreut... Ich genoss zwei Wochen mit (fast) keinem Training. Mit Ausnahme von 2 Dauerläufen an wunderschöner Herbstsonne und zwei Schwimmtrainings (2km) bin ich wirklich auf der faulen Haut gelegen.

 

Letzten Freitag fand auch noch der jährliche Fanklubanlass statt. Ich geniesse jeweils die Stunden mit vielen interessanten Gesprächen und tanke Energie für die nächste Saison. Für die Kids (... und einige Senioren) gab`s „alle gegen Judith“ auf dem Schulhausareal Gwatt, gefolgt von einem Apéro und der Pastaparty. Vielen Dank an alle, die diesen Event so toll gestaltet haben und für die vielen motivierenden Worte. Ich freue mich, zusammen mit euch in die neue Saison zu starten.

 

Saisonstart 2014

 

Letztes Weekend startete ich nach einer zwei wöchigen Saisonpause in die Saison 2014. Der Strömstad- Test (ein physischer Test mit Blick auf die WM 2016 mit Weg-, Quer- und Sumpfabschnitten) lief sehr gut. Ich konnte physisch fast dort weiter machen, wo ich die Saison 2013 aufgehört habe.

 

Erstmals (?!) konnte ich an einer Schweizermeisterschaftim Team OL mit

einem Thuner Team an den Start gehen. Mit Thalia Bertschinger und Mirjam Niederhäuser hatten wir ein tolles Team. Unser Ziel war einzig, dass alle Ablösungen einwandfrei funktionieren würden. Wir teilten die Strecken sehr gleichmässig auf und versuchten so, dass alle auf ihre Rechnung kamen. Die Wechsel gelangen einwandfrei, obwohl wir zum Teil etwas zu kurze Pausen hatten und eventuell zu lange Wechsel geplant hatten. Leider hatten wir dann etwas Pech... Da die Bahn zum Teil sehr gestreckt war verpassten wir uns knapp vor dem letzten Posten und somit verloren wir gerade die drei Minuten, die uns eventuell die Medaille gekostet haben. Schade, aber mit dem vierten Rang können wir sehr zufrieden sein! Es hat „mega gfägt“ und ich freue mich bald wieder mit euch an den Start zu gehen!

 

Mit dem letzten Weekend startete ich motiviert in die neue Saison. Auch nächstes Jahr stehen viele Höhepunkte an. Mit den Weltmeisterschaften in Italien und den Europameisterschaften in Portugal wird es so richtig heissJ. Die Saison beginnt aber schon mit dem ersten Weltcup Ende Februar in der Türkei. Nun geht es für mich um das sorgfältige Planen der Saison und das Erstellen eines groben Trainingsplans, den ich dann vor jeder Phase verfeinern werde. Dazu kommen die technischen Ziele an welchen ich das ganze Jahr arbeiten werde. Dabei handelt es sich zum Beispiel um das Umsetzen meiner OL Technik, wie beispielsweise „Blick heben, in die Weite schauen, Objekt erwarten“.

Neues gibt es auch in meinem zweiten Beruf als Physiotherapeutin. Ich werde bis Februar nach wie vor in Birsfelden im VitalisCenter arbeiten. Das VitalisCenter ist für mich ein optimaler Arbeitsgeber und ich geniesse die vielfältige Arbeit in Basel. Ab Februar werde ich aber zu Gunsten des Orientierungslaufes zurückschalten und für ca. 6 Monate unbezahlten Urlaub nehmen. So kann ich den Fokus voll auf den OL legen und neben viel Training vor allem der Regeneration mehr Beachtung schenken.

 

Der Kulturmonat (der Monat mit der Saisonpause und vor dem „richtigen“ Einstieg in das Training) heisst nicht umsonst so. Für drei Tage bilde ich mich in der Triggerpunkttherapie und im Dry Needling weiter. Ich freue mich diese Myofaszialen - Techniken im Berufsalltag anzuwenden.


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Kommentare: 1
  • #1

    ursli (Montag, 18 November 2013 13:20)

    ühhhhhhhhh, triggerpünkt, ühhhhhhhh, aua!