Weltcup Mitteldistanz und Sprint in New Zealand

Nach einer genialen Zeit in Australien bin ich mit viel Vorfreude an die ersten Weltcupläufe der Saison gereist. Gabriel blieb in Australien an der Gold Coast, während ich nach Auckland flog und von dort die 8 stündige Autofahrt nach Palmerston North in Angriff nahm. Mit einem ersten Trainingslauf und dem Model Event stimmten wir uns ein.

Es stand eine sehr knifflige und technisch schwierige Mitteldistanz in Sanddünen bevor. Ich fühlte mich vor dem Start nervöser und angespannter als erwartet. Von den Trainings im letzten Monat hatte ich nicht nur positive Rückmeldungen erhalten und wusste dadurch, dass ich mich wirklich zusammen nehmen muss. Mir gelang ein ansprechender Start und ich blieb flexibel, (gleiche Symbole/ Farben auf der Karte waren nicht immer gleich belaufbar oder im Gelände zu sehen).
Trotz meiner Flexibilität machte ich einen grösseren Fehler zum zweiten Posten. Auch in der Mitte und am Schluss des Rennens schlichen sich zwei grosse Fehler ein. Mich ärgert vor allem der Fehler zum 10 Posten . Ich war gut unterwegs und wusste, was ich sehnen wollte. Als ich vom Wald auf die Sanddünen kam, las ich plötzlich vom 5 zum 6 Posten und benötigte fast drei Minuten bis ich dies bemerkte. Solche administrativen Fehler ärgern mich manchmal fast mehr als ein „normaler“ grosser Fehler.
Der 20. Rang war somit eine logische Folge und eine gute Standortbestimmung.


Die Sprintquali vor dem Parlament House war ein richtig toller, kniffliger Wettkampf. Ich kam gut ins Rennen und konnte in sehr vielen Situationen gut reagieren und entscheiden. Mit dem sechsten Rang und meinem Lauf bin ich sehr zufrieden.


Der Sprintfinal fand heute in einem sehr abwechslungsreichen und technisch anspruchsvollen Gelände statt (Unigelände mit vielen Ebenen, Park und Wald). Am Start war ich sehr ruhig und „hungrig“, OL zu machen. Obwohl ich mir vorgenommen hatte langsam zu starten, (also langsam starten kann ich eh nicht,... aber mein Tempo im Griff zu haben und eine gute Route zu wählen), sah ich einen Eingang zu einem Haus nicht und verlor dadurch rund eine Minute zum ersten Posten. Mit diesem Start hatte ich nicht gerechnet und musste mich danach fest zusammen nehmen, wieder auf die Karte zu kommen und mit Fokus weiter zu laufen. Ich hatte während dem ganzen Lauf keine fliessende Technik und das Gefühl überfordert zu sein. Trotz weiteren Fehlern gelang es mir durch das ganze Rennen, den Biss nicht zu verlieren. Mit dem neunten Rang hätte ich mit diesem Lauf überhaupt nicht gerechnet. Ich bin zufrieden, mit meiner nicht wirklich spezifischen Vorbereitung und diesem Lauf mein erstes Top Ten- Resultat der Saison zu erlaufen zu haben.


Alles in allem war es nicht gerade der Start den ich mir technisch gewünscht hätte. Ich muss noch viel investieren und arbeiten, dass meine Abläufe wieder automatischer und mit mehr Vertrauen passieren. Trotzdem bekam ich mit den ersten drei Rennen eine gute Standortbestimmung und ich freue mich auf mehr.  


Jetzt gibt’s etwas Zeit für Auswertungen und Erholung, bevor es am 13. Januar mit dem dritten Weltcuplauf weitergeht.


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