Mein erstes Mal

Am letzten Freitag 19.10.2012 konnte ich erfolgreich mein Studium zum Bachelor of Science in Physiotherapie abschliessen. Mit den jährigen Praktikum, welches ich in Riggsberg abschloss habe ich alle nötigen Kompetenznachweise bestanden. Da ich in Riggisberg eine 4 wöchige, befristete 50% Anstellung bis zu unserer Abreise nach Australien habe, hatte ich am Montag gleichermassen meinen ersten Arbeitstag als ausgebildete Physiotherapeutin. Klar ändert der Physioalltag nicht markant, trotzdem tat es gut die Ausbildung bewusst abzuschliessen und endlich auf eigenen Beinen zu stehen. Für mich heisst das auch, mich um meine berufliche Kariere zu kümmern und mich ein erstes Mal in meinem ganzen Leben zu bewerben - so viel zur Überschrift :).

 

Die Zeit bis zu meinem Physiotherapie-Abschluss war selten ein Zuckerschlecken... Klar, eine Ausbildung muss fordern und sollte einem auch aus seinen Reserven locken. Mit der grossen schulischen Belastung und meinem Trainingsaufwand als Spitzensportlerin war es aber eine grosse Herausforderung alles unter einen Hut zu bringen und den Anforderungen der Schule, der Trainer und meiner selbst gerecht zu werden.

Für internationale Anlässe frei zu bekommen und Prüfungen zu verschieben, war stets mit grösseren Anstrengungen verbunden. Anfänglich konnte ich eigentlich nur durch den Einsatz von Markus Schenker (dipl. Physio, verantwortlicher Weiterbildung BFH, selbst OL-Läufer) überhaupt Physio werden. Er ermöglichte mir eine vorgeholte theoretische Aufnahmeprüfung im Frühling 2008, da ich am ordinären Termin an der Ski-OL JWOC in Vuokatti (FIN) um Medaillen fuhr. Kleiner Schwenker: Für die, dies gemerkt haben… ja genau dort wo 2013 die OL-WM stattfinden wird hatte ich meine erste Ski-O JWOC gelaufen. :)

Zurück zum Thema… Klar kann man meine Erfahrungen nicht verallgemeinern. Aber ich finde es schlicht an der Grenze des möglichen den Spitzensport und die Berner Physiotherapieausbildung zu kombinieren. Trotzdem bin ich froh und stolz, konnte ich die Ausbildung durchziehen, abschliessen und jetzt als ausgebildete Physiotherapeutin arbeiten.

 

Rückblickend empfehle ich jungen Sportler/innen einen Entscheid für diese Ausbildung in Bern zu überdenken. Ich würde mich freuen, wenn die Ausbilung in Zukunft offener dem Spitzensport gegenüber gestaltet würde. Zumal Physios sehr eng mit Sportlern arbeiten und der Beruf für viele Sportler ein Traumberuf darstellt.

 

Im Moment bin im Gespräch für eine neue Stelle… ein erstes Mal Vorstellungsgespräch! Spannend wars! Ich halte euch auf dem Laufenden.


Kommentar schreiben

Kommentare: 4
  • #1

    Yvonne (Freitag, 26 Oktober 2012 07:32)

    Hej Judith!
    Gratuliere dir, dass du das gschafft hesch! Für mi isch scho d Usbildig Spitzeschport gsy (gschwige de, ig hätt no so trainiert wie du...

  • #2

    Rita (Samstag, 27 Oktober 2012 01:17)

    Liebi Judith,
    Ich bin auch glücklich über den Abschluss und dass diese anstrengende Zeit überstanden ist. Ich habe oft mitgefühlt, mit gelitten und relativiert. Nun gilt es, die gewonnenen Freiräume zu erhalten. Dazu wûnsche ich dir viel Gelassenheit und Freude.

  • #3

    Roli Deininger (Sonntag, 28 Oktober 2012 21:35)

    Hoi Judith
    gratuliere und freue mich für dich. Wir hätten dich gerne in St. Gallen auf der Geriatrie gehabt, aber es ging nun trotzdem auch so. Der Physioalltag ändert sich einfach so, dass dir nicht mehr immer jemand auf die Finger schaut und du auf der Lohnabrechnung ganz andere Zahlen bekommst. Herzliche Grüsse vom Roli

  • #4

    Sara (Donnerstag, 08 November 2012 17:04)

    Grattis Judith! Härligt att du är sjukgymnast, kan det ha berott på att du hade fantastiska Lennart som lärare? Vi borde nästan få ersättning för att de använder ett foto av oss varje gång han är med i tidningen... Kram!
    http://www.dt.se/nyheter/dalarna/1.5271879-sacredeus-vill-att-kyrkan-starker-trohetsloftena