Silber an der Nacht-OL SM

Drittes Mal gilt… Nach dem ich die letzten zwei Jahre stark mit den Tücken des Nacht-OLs zu kämpfen hatte, gewann ich bei meiner dritten Nacht-OL SM bei der Elite (vierte Nacht-OL SM überhaupt) meine erste Medaille in dieser Disziplin.

Der Bahnleger versprach eine administrativ sehr schwierige Bahn. wobei das Tempo im gut belaufbaren Wald sehr hoch gehalten werden könne. Ich reiste mit viel Respekt und etwas Nervosität an die SM. Einerseits war es mein erster OL- Wettkampf seit Oktober 2011 und andererseits war ich im NLZ Training am Freitag mit den Schwierigkeiten der Schlaufen- und Schmetterlinge (Gabelungssysteme) konfrontiert worden. Eine SM im Nieselbergwald, oberhalb von Wil zu laufen, wo meine Mutter als Kind gespielt und Holz gesammelt und auch die ersten OL Erfahrungen gesammelt hat, war eine besondere Motivation.

NOM Start
NOM Start

20.30 Uhr ist normalerweise nicht gerade meine aktivste Zeit, der Startschuss weckte mich aber endgültig. Zu Beginn war das Feld noch sehr nahe beieinander und ich konnte mir genügend Zeit nehmen, um das Gabelungssystem genau anzuschauen und somit im Administrativen gut vorbereitet zu sein. Zwar konnte ich bereits den ersten steilen Hang hinauf nicht mit Simone und Helena mithalten. Nachdem ich im ersten Teil oft alleine lief und wenig Hilfe hatte das Tempo hoch zu halten, konnte ich im zweiten Waldteil auf Sara, Sabine und Lena Eliasson aufschliessen. In diesem Quartett kämpften wir im urbanen Schlussteil um die Medaillen. Fast hätte ich die Medaille noch aus den Händen gegeben, als ich beim drittletzten Posten unsicher wurde, ob ich wirklich den richtigen viertletzten gestempelt hatte. Ich zögerte und schon war der Vorsprung auf die drei Verfolgerinnen wieder zunichte. Im Ziel war ich sicher, dass ich den falschen Posten gestempelt hatte und ich doch Opfer der administrativen Schwierigkeiten geworden war. Beim Auslesen bestätigte sich jedoch die richtige Reihenfolge. Diese Situation zeigte mir wieder einmal, wie wichtig Trainings- und Teamkollegen und -Kolleginnen sind, wenn man enttäuscht ist.

NOM Ziel
NOM Ziel

 

 

 

 

Auf jeden Fall war die NOM super spannend und richtig toll! Ich habe es genossen, durch die Wiler Wälder zu laufen und zu jeder Zeit technisch, administrativ und physisch gefordert zu sein.

Nur wenige Stunden vor dem Start in Wil war ich zusammen mit einigen Teamkollegen und –Kolleginnen am Fotoshooting für die WM 2012 in Lausanne. Das durch die PostFinance promotete Shooting war eine tolle Erfahrung und ich bin gespannt auf die Plakate, welche bald gedruckt werden.

 

Hier gibst noch einige Bilder von den letzten Wochen.

 

In etwas mehr als einer Woche steht das Trainingslager in Huttwil an. Ich freue mich auf qualitative Trainings und viele Inputs für Sicherheit im schweizerischen Gelände.

Fotoshooting Postfinance
Fotoshooting Postfinance

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Kommentare: 1
  • #1

    Julia Kalenberg (Mittwoch, 04 April 2012 13:51)

    Liebe Judith, ganz herzlichen Glückwunsch zu dieser grossartigen Leistung!! Ich freue mich sehr mit Dir.
    Für das Training in Huttwil wünsche ich Dir und Deinen Kollegen alles Gute... Hoffentlich findet Ihr nebst den Posten auch ein paar Schoggi-Eier.
    Herzlichen Gruss, Julia